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Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute!

(Rö 12,21)

 

Überwinder des Bösen

Jedes Jahr machen viele sich zum Jahresbeginn gute Vorsätze, die sie dieses Jahr erreichen möchten. Der Losungsvers, der für dieses Jahr gewählt wurde ist ein sehr guter Vorsatz für ein neues Jahr und sogar für das ganze Leben.

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse durch das Gute!

 

 

  1. Lass dich nicht überwinden

Im ganzen Textzusammenhang (Römer 12,9-21) stehen 3 Verse, die den Umgang mit dem Bösen verdeutlichen. Rö 12,9.17.21

Wir werden also mit zwei verschiedenen Dingen konfrontiert. Wir sollen das Böse hassen und stattdessen das Gute tun. Und wir sollen Böses nicht mit Bösem vergelten, sondern mit Gutem.

Das heißt, sich nicht überwinden zu lassen. Ein sehr guter Vorsatz für ein neues Jahr.

Das Elende an den guten Vorsätzen, die man sich macht, ist, dass man sie meistens sowieso nicht einhält. Man schafft es einfach nicht. In Rö 7,18-19 berichtet Paulus selbst von dem Problem.

Die Sünde in uns zieht uns also da einen Strich durch die Rechnung. Also ein Vers, der gar nicht machbar ist, oder doch? Was sagt Paulus weiter?

Rö 7,24-25: Jesus kann mich erlösen. Ich kann nicht, aber Jesus kann.

Jesus kann!

Er will uns zu Überwindern des Bösen machen. Zu Menschen, die nicht so leicht umzuhauen sind. Zu Menschen, die einen festen Stand haben.  Wie macht er das? Indem er dir hilft, das Gute zu tun.

 

2. Überwinde durch das Gute

Der Abschnitt in Rö 12,9-21 beschreibt den Kampf gegen das Böse. Und die einzige Waffe, die du im Kampf gegen das Böse hast, ist die Liebe. Die Liebe, die Gott dir ins Herz gibt. Diese Liebe produziert Hass gegen alles Böse. Aber sie liebt Gott und die Menschen. Diese Liebe hält am Guten fest. Diese Liebe überwindet das Böse. Und diese Liebe muss echt sein. Sonst kannst du den Rest vergessen, sonst funktioniert das Überwinden nicht.

In den folgenden Versen werden viele praktische Tipps aufgelistet, die einen Überwinder des Bösen auszeichnen.

 

Vers 10+11: Mit diesem Vers haben wir als Deutsche, glaube ich, ein Problem. Wir haben es gelernt, höflich zu sein. Ein künstliches Lächeln ist nicht schwer. Eine höfliche Geste fällt uns leicht. Aber eine echte Herzlichkeit, die konstant bleibt, kann auf Dauer nicht gespielt werden. Gott möchte uns brennend im Geist machen, dass wir unseren Geschwistern im Glauben gerne mit Liebe und Herzlichkeit begegnen.

 

V12: Hoffnungsvoll und fröhlich bleiben, selbst wenn man unter Druck steht. Auch das geht nur, wenn man an der Kraftquelle Gottes angeschlossen bleibt. Deswegen ist es unabdingbar, ständig im Gebet zu bleiben. Ein Prediger sagte mal, die Spezialsünde des Deutschen Volkes heißt: Murren, Motzen, Meckern. Welchen Gegensatz zeigt da das Fröhlichbleiben selbst unter negativen Bedingungen.

 

V13: Bedürftige unterstützen. Teilen können. Abgeben vom eigenen. Sich nicht für alles bezahlen lassen, was man dem anderen Gutes tut.

V14: Segnen anstatt zu fluchen. Und das, wenn man verfolgt wird. Weißt du was Christen in Nordkorea tun? Sie beten für ihren Staatschef, dass er zum Glauben an Jesus kommt. Das ist segnen. Dem anderen gutes wünschen, obwohl er dir böses antut.

Machst du das bei deinen Arbeitskollegen, die dich dafür auslachen, dass du Christ bist?

 

V15: Mitgefühl zeigen. Interesse für andere zeigen. Weißt du wie gut das tut, wenn jemand Interesse für dich zeigt? Den meisten Leuten ist es doch egal wie es dem anderen geht.

Du kannst da ein Zeichen der Liebe Gottes setzen, wenn du Interesse und Mitgefühl zeigst. Bei schönen Erlebnissen sich mitzufreuen und bei traurigen Erlebnissen mitzuweinen.

 

V16: Halte dich nicht für besser, schlauer, wertvoller als die anderen. Bleib auf dem Boden der Tatsachen.

 

V17-20: Vergelte nicht Böses mit Bösem. Anstatt, dass du deine Phantasie daran verschwendest, wie du dem anderen eins auswischen kannst, denke lieber darüber nach, wie du ihm eine Freude machen kannst. Es gibt genügend Beispiele dafür, wie aus Feindschaften Freundschaften entstanden sind. Das muss nicht unbedingt so sein. Manchmal bleiben die Menschen hart und behandeln uns weiterhin unfair.

Aber unser Auftrag ist klar: Halte von deiner Seite Frieden!

Du willst Gerechtigkeit? Das Beste was du tun kannst, ist die Rache Gott zu überlassen.

Du kannst dich bei Gott gerne ausheulen über alles. Aber überlass das Handeln Gott. Weil Gott am Besten weiß, was gerecht ist. Du hast den Auftrag, selbst deinen Feind zu lieben. Gott hat dir gezeigt wie das geht. Er hat dich geliebt, als du noch ein Sünder warst, ein Feind Gottes. Und Jesus hat sein Leben für dich gelassen um deine Feindseligkeiten gegen ihn zu bezahlen und zu vergeben. Du hast Gnade erfahren anstatt Gerechtigkeit. Und das sollst du weitergeben.

Ändere den Satz  „Wie du mir, so ich dir.“ Sag stattdessen: „Wie Gott mir, so ich dir.“

 

So soll das Leben der Überwinder aussehen. Gutes tun und mit Gutem vergelten. Das funktioniert nur bei völliger Hingabe an Jesus. Und selbst daran werden wir oft genug scheitern. Weil die Liebe zu uns selbst oft größer ist als die Liebe zum Herrn. Und dennoch dürfen wir uns nicht entmutigen lassen. Überwinder geben nicht auf. Überwinder haben den Sieg vor Augen. Den Kampf  auf diese Art zu führen ist absolut nicht leicht. Es ist schwer. Aber in dem allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat (Rö 8,37). Mit Jesus geht das.